Die Escheburger Orchideenwiese

Ein Jahresbericht von Ulla Jürgens (2021)

Am 20.5.2021 habe ich am Abend Bestandsaufnahmen auf der Escheburger Wiese gemacht. Bei angenehmen 16°C, prächtigem Sonnenschein, sehr leichtem Wind und Bilderbuchwolken begannen wir (Lisa Oechtering und ich) um 17 Uhr, die Orchideen zu zählen. Später nahm die Bewölkung zu, und es begann leicht zu regnen, als wir fertig waren.

Wir finden eine prächtige Mischung aus noch sehr vielen blühenden Sumpfdotterblumen (überwiegend in den Gräben, jedoch auch zunehmend auf den Fennen, den Wiesenflächen), auffallend vielen Löwenzähnen im Samenstand, Kriechendem Günsel, Gundermann, Bachnelkenwurz, Hahnenfuß, etwas Rotklee, Sauerampfer (alles in Blüte) und im Vergleich zum letzten Jahr, relativ viele (beginnende Blüte) Wiesenknöteriche sowie  Mädesüß, Wiesenraute, Schachtelhalm (noch vor der Blüte). Diese Arten erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern wurden nur "so ganz nebenbei" von uns registriert.

Blühende Knabenkräuter haben wir 16030 Stück gezählt. Unter ihnen einige wenige weiße Exemplare - die auch in den anderen Jahren vorhanden waren. Insgesamt sind die Blüten recht klein in diesem Jahr, was sicherlich mit dem trockenen Frühjahr zu tun hat. Noch Mitte April dachte ich, es kämen so gut wie gar keine Orchideen. Nun hatte sich der Feuchtigkeitszustand der Wiese verändert, was allen Pflanzen dort zu Gute kam.

 

Es ist immer wieder eine Pracht, diese Wiese zu sehen und sie im Jahresverlauf begleiten zu dürfen!