Amphibienschutz

Erdkröte mit ihrem Laich, gemalt von Paul Packulat, NABU Geesthacht
Erdkröte mit ihrem Laich, gemalt von Paul Packulat, NABU Geesthacht

Im Frühjahr, bei milder, feuchter Witterung, beginnen die Erdkröten zu wandern, wie fast alle Amphibien. Den Winter über haben sie in Erdspalten, unter Wurzeln oder in Höhlen verbracht. Nun zieht es sie in den Abendstunden wieder zu ihren Laichgewässern, in denen sie vor Jahren als Kaulquappe aufwuchsen.

Ihre Wanderung ist lebensgefährlich. Beim Überqueren viel befahrener Straßen haben sie kaum eine Chance. Autofahrer sollten daher Nebenstrecken, die wie das Bistal an Laichgewässern liegen, während feuchter, warmer Abendstunden meiden.

 

Im Bistal, Gemeinde Escheburg im Osten Hamburgs, wird zwischen Februar und April von der NABU Gruppe Geesthacht ein Amphibienschutzzaun mit Fangeimern errichtet und betreut. Während der Aufstellzeit wurden die in den Eimern aufgefangenen Tiere, hauptsächlich Erdkröten, sowie die lebenden und toten Tiere entlang der Straße im Bistal von der B5 bis zum Fahrendorfer Weg registriert. Darüber hinaus wird im Mai und Juni ein Sperrzaun aus Folie am Amphibienteich aufgestellt, um die Jungkröten daran zu hindern, über die Straße zu wandern, und um sie in Richtung Wald zu leiten.