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Uferschwalben Bericht 2005 von Gerd Förster |
Uferschwalben 2005.
Nach traditioneller Art wurden Anfang Februar alle Kiesgruben der Firma Wunder bereist, um mögliche Brutplätze für Uferschwalben festzustellen..Es wurde ein Vorschlagskatalog für infrage kommende Flächen ermittelt. Diese Flächen wurden mit der Fa. Wunder , vertreten durch Herrn Hempelt , abgestimmt und in der Zeit bis Mitte April arbeitsmäßig umgesetzt..

Balzflug
der Uferschwalben an der Wand
Folgende Arbeitseinsätze wurden durchgeführt in den
KIESGRUBEN DER FA. WUNDER
LÜTTOW – OST 8
LÜTTOW –WEST 8
WIERSHOP 10
WOLTERSDORF 5
ZWEEDORF – SÜD 4
ZWEEDORF – NORD 2
SUMME 37
An 2 weiteren Brutplätzen wurde gearbeitet nämlich in :
BUCHHORST 2
GREVEN 3
INSGESAMT 42
Folgende Erläuterungen zu den einzelnen Kiesgruben :
LÜTTOW -OST
Die hier manuell vorbereiteten Wände wurden von den Uferschwalben nicht angenommen.

Erfolgreiche
Uferschwalbenwand in Lüttow West
LÜTTOW – WEST
An der Mutterbodenablagerung wurde Steilwände manuell präpariert. Um die nötige Wandhöhe zu erreichen half die Firma Wunder mit einem Radlader. Es wurden rund 180 Brutröhren gezählt. Am Mischwerk West brüteten rund 25 Paare an einer alten Sandablagerung. Auch hier half die Firma mit einem Radlader. Zur 2. Brut siedelten sich 80 Brutpaare an der Nordseite des Baggersees an. Nach Absprache konnte eine Störung durch den Schwimmbagger verhindert werden.
WIERSHOP
Im östlichen Teil des Rappenberges, ( im Besitz der Fa. Buhck) brüteten an vorbereiteter Steilwänden nur 5 Paare. Erst zur 2. Brut veränderte sich die Brutröhrenzahl auf 30.
Am Westhang dieses Grubenteils ,mit hohen Steilwänden , wurden rd. 130 Brutröhren beflogen. Im östlichen Teil des Rappenberges (WUNDER – Anteil ) waren rund 200 Uferschwalbenpaare festzustellen. Durch Abbaumaßnahmen waren rund 70 Paare gefährdet. Seitens der Fa. Wunder wurde Rücksicht genommen, so dass die Schwalben ihre Jungvögel aufziehen konnten.
WOLTERSDORF
In der gesamten Grube wurden 270 Brutröhren gezählt. Davon 50 im Mutterbodenbereich, ca. 200 an einer Abbaukante und ca. 20 Paare an der Westkante.

Brutröhren
in der Kiesgrube Woltersdorf
ZWEEDORF – SÜD
Die Mutterbodenablagerung auf der Ostseite des Baggersees war der Brutbereich für ca. 30 Paare. Auf der Westseite dieses Sees kam es zur einer Nutzung eines Brutbereiches durch ca. 15 Brutpaare. Die Steilwand aus abgelagerten Sand war durchmischt mit Alteisen ,alten Ziegelsteinen und sonstigen Feldsteinen. Das dürfte sicherlich einer der kuriosesten Brutplätze für die Uferschwalben darstellen. Im Nordbereich dieses Sees siedelten sich 80 Paare Uferschwalben „ungenehmigt“ an. Nach Absprache mit der Firma durften sie ihre Brutplätze, ungestört, behalten.

Manuell
hergerichtete Wand in Zweedorf
ZWEEDORF - NORD
Die Uferschwalben siedelten ausschließlich im Mutterbodenbereich am Fahrweg zum Mischwerk. Auf der westlichen Seite rund 190 Paare und auf der östlichen Seite rund 20. Zur Herrichtung von Steilwänden half die Firma mit einem Bagger.
BUCHHORST
Die hier vorhandenen und manuell präparierten Wände werden für die Uferschwalben durch die zunehmende höhere Vegetation unbrauchbar. Maximal 2 Brutröhren konnten festgestellt werden.

Manuell
hergerichtete Wand in Buchhorst
GREVEN
Die manuell vorbereiteten und guten Steilwände wurden leider nur von 5 Paaren genutzt.
ALLGEMEIN
Insgesamt wurden in den erwähnten Kiesgruben rund 1150 Brutröhren festgestellt (Brutröhren der 2. Brut wurden nicht mitgezählt). Legt man einen Erfahrungssatz von 20 % für nicht zuende gebaute Brutröhren, für Ausfälle von Altvögeln ,für durch Erosion zerstörte Brutröhren zugrunde, ergibt sich etwa eine Zahl von rund 900 Paare Uferschwalben. Das entspricht in etwa der Zahl des Jahres 2004. Diese Bestandszahlen hören sich gut an . man muss dabei allerdings den großen Einzugsbereich bedenken .Dieser reicht von Wentorf bis Mölln über Zarrenthin bis Boizenburg. Die Zählung der Brutröhren wird Ende Mai vorgenommen. Zu einem späteren Zeitpunkt besteht die Gefahr einer Überlappung durch Zweitbruten.
Erfreulich ist das Entgegenkommen der Firmen WUNDER und BUHCK und die teilweise Unterstützung durch Maschinenhilfe.