Fünflinge in der Hohenhorner Kirche.

Es ist geschafft. Alle sind wohl auf.

Im Jahre 2007 hat der NABU, Ortsgruppe Geestacht, mit freundlicher Genehmigung der Kirchengemeinde Hohenhorn, einen Turmfalkenkasten in der Hohenhorner Kirche einbauen dürfen.


Die Familie am Hohenhorner Kirchenfenster

Nach dem ersten Bruterfolg 2008 haben die Turmfalken 2009 wieder eine erfolgreiche Brut durchgeführt. Das Elternpaar hat fünf Jungvögel großgezogen. In den vergangenen Wochen konnte man die Altvögel beobachten, wie sie im Viertelstunden Takt Nahrung für die Jungen zur Bruthöhle im Kirchturm brachten.

Im Gegensatz zum Sperber oder Baumfalken fängt der Turmfalke seine Nahrung nicht in der Luft sondern auf dem Boden. Er frisst überwiegend Mäuse ( zu 90%) aber auch Insekten und Kleintiere, sehr selten Kleinvögel und Eidechsen. Bei diversen Beobachtungen vor Ort, durch Herrn Claus Hektor und Hans-Werner Oltmann vom NABU wurde festgestellt, dass als Beute nur Mäuse und Ratten zu den Jungvögeln gebracht wurden. Während der häufigen Beobachtungen, suchten Spatzen, Amseln, Buchfinken und Bachstelzen mehrfach auf dem Dach des Kirchenschiffes, nach Insekten .Ringeltaube und Turmfalke saßen 2 m von einander entfernt.




Erste Flugversuche an der Kirchenuhr

Am 25.6.2009 konnten die ersten Flugversuche der Jungen beobachtet werden. So wurden das Kirchendach, die Kirchturmspitze und auch die Kirchenuhr als erste Landeplätze ausgewählt. Einige Bewohner aus Hohenhorn nutzten die Gelegenheit, durch die Spektive des NABU, das Geschehen am Nest zu beobachten. Bei den Gesprächen mit den interessierten Hohenhorner Bürgern stellten wir ein großes Maß an Wissen um die Nützlichkeit der Turmfalken fest. Frau Maria Schulz sowie zwei anwesende Jäger waren von dem Treiben vor dem Nistkasten so begeistert, dass sie noch andere Bewohner animierten, doch auch einmal durch die Spektive zu schauen.

Wir können uns nur wünschen, dass auch in den nächsten Jahren viele kleine Turmfalken das Licht der Welt erblicken.


Claus Hektor und Hans-Werner Oltmann, NABU Geesthacht


Fotos: Chlaus Hektor und Hans-Werner Oltmann