Für manche Tierarten sind Nistmöglichkeiten in unserer gepflegten Landschaft rar geworden, so dass der Bestand dieser Arten nicht allein durch das Nahrungsangebot sondern auch durch geeignete Kinderstuben begrenzt wird.
Durch den Bau künstlicher Nisthilfen kann daher der Bestand einer Tierart gestützt oder gar gefördert werden. Eine Nisthilfe allein reicht allerdings nicht aus, wenn nicht gleichzeitig ein entsprechender Lebensraum mit geeigneter Nahrung, mit Verstecken usw. vorhanden oder künstlich hergestellt wird. Kurz gesagt: ein Wagenrad auf dem Dach schafft noch keine Überlebensmöglichkeit für den Weissstorch oder ein Meisenkasten in einem Garten mit nur kurz geschorenem Rasen hilft den Meisen auch nicht.
Nisthilfen können für Vögel, Säuger einschließlich Fledermäuse, Reptilien, Amphibien, Insekten, also nahezu für alle Tierarten hergerichtet werden. Beispiele sind:
Reisighaufen für Igel
Kästen als Wochenstube für Fledermäuse
Steile Uferwände in Kiesgruben für Uferschwalben
Holzklötze mit Bohrungen für Insekten
Laichtümpel für Amphibien
Viele Nisthilfen kann man fertig kaufen. Sie haben sich in der Regel gut bewährt, sind robust und lassen sich leicht pflegen. Anzeigen von Firmen, die Nisthilfen herstellen ,findet man z.B. in der NABU Zeitschrift Naturschutz heute.
In den folgenden Seiten geben wir Anleitungen zum Bau solcher Nisthilfen. Die Angaben und Abbildungen haben wir z.T. aus einer Broschüre entnommen, die Eduard Morawski von der NABU Gruppe Altkreis Norden zusammengestellt hat.. Sie ist unter folgender Anschrift zu beziehen (5 DM + Versandkosten):
Naturschutzbund im Altkreis Norden
Geschäftsstelle: Wilde-Äcker-Weg 42
26529 Upgant-Schott
Tel. 04934 5527
Übersicht:
Die Serie wird fortgesetzt !