
Vogelinsel
Hachede Sand
Eine Sandbank bei Geesthacht

Die Vogelinsel befindet sich im Flußbett der Elbe auf der Höhe von Geesthacht.
Das Frühjahrshochwasser 2000 wirkte sich auf die Vogelinsel, von einer Ausnahme abgesehen, positiv aus. Die westlich vorgelagerte Sandbank verlängerte sich noch einmal um rund 50 Meter. Im Norden der Insel lagerte sich erstmals eine Sandbank an. Im Laufe des Sommers bildete sich auf einer Teilfläche dieser Sandbank ein interessantes Süßwasserwatt.
Der künstlich angelegte Teich auf der Zentralfläche der Vogelinsel verlandete teilweise durch das Frühjahrshochwasser. Im Winter wird versucht, die ursprüngliche Wasserfläche wieder herzustellen.
Erfreulich ist die Tatsache, dass das Wasser- und Schifffahrtsamt Lauenburg die zusätzlichen Sandablagerungen toleriert. Wir hoffen, dass es auch in Zukunft so bleibt!
Die Inselflächen werden regelmäßig gemäht um die Vegetation kurz zu halten. Das gleiche gilt für den Einsatz von 16 Schafen der Schafgilde. Der Nachteil der Schafe ist, dass sie inzwischen ihre Wasserscheu verloren haben und fast alle Bereiche der Inselfläche beweiden. Dadurch wurden größere Schilfflächen zerstört, die somit als Nahrungsräume für Rohrsänger und Rohrammern ausfallen. In einem Fall kam es zur Zerstörung eines Rohrsängernestes. Im nächsten Jahr soll durch Zäune verhindert werden, dass die gesamte Insel beweidet wird.
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Vogelinsel Hachedesand, neu angelegter Tümpel |
Bedeutung der Insel für die Vogelwelt
Durch die zusätzlichen Sandablagerungen nimmt die Attraktion des Hachede Sandes für die Vögel weiter zu. Während der Zugzeit ist die Sandbank Rastplatz für Hunderte von Kormoranen, verschiedene Gänsearten ( unter anderem Nonnengans, Streifengans) und diverse Limikolenarten von Zwergstrandläufern bis zu dem seltenen Sumpfläufer. Besonders interessant war im April der Durchzug von Hunderten von Trauerseeschwalben mit Rast auf der Sandbank. Im Juli hielten sich 10 Zwergseeschwalben, darunter 4 Jungvögel, 14 Tage auf der Sandbank auf.
Im Bereich der Vogelinsel und des angrenzenden Wäldchen werden durch Dr. F. Ringe regelmäßig Vogelzählungen durchgeführt.
Im direkten Bereich der Insel wurden im Jahr 2000 folgende Brutpaare festgestellt:
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Teichrohrsänger |
15 |
Paare |
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Sumpfrohrsänger |
2 |
Paare |
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Rohrammern |
2 |
Paare |
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Amseln |
1 |
Paar |
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Teichrallen |
1 |
Paar |
Im angrenzenden kleinen Wäldchen ergaben die Zählungen folgende Brutpaare:
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Zilpzalp |
2 |
Paare |
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Fitis |
2 |
Paare |
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Dornengrasmücke |
2 |
Paare |
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Gartengrasmücke |
2 |
Paare |
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Amseln |
3 |
Paare |
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Gelbspötter |
1 |
Paar |
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Beutelmeise |
1 |
Paar |
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Teichrohrsänger |
1 |
Paar |
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Sumpfrohrsänger |
1 |
Paar |
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Heckenbraunellen |
1 |
Paar |
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Mönchsgrasmücken |
1 |
Paar |
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Klappergrasmücken |
1 |
Paar |
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Feldschwirl |
1 |
Paar |
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Buchfinken |
1 |
Paar |
Bezogen auf die Gesamtfläche (3 4 ha) sind die 42 Brutpaare eine erfreulich hohe Bestandszahl.
Nach Informationen von Gerd Förster (NABU Geesthacht), zusammengestellt von Julia Schwienheer, Nov. 2001