Jahresbericht 2005 der NABU Ortsgruppe Geesthacht

vorgelegt zur Jahreshauptversammlung am 10. Februar

2006


Am 14.Juni 2005 verstarb unser Freund und langjähriges Vorstandsmitglied Rudolf Pohle. Ihm hat unsere Ortsgruppe viel zu verdanken, nicht zuletzt den Ankauf eines weiteren Flurstückes Wald im Großen Brook, zu seinen Ehren haben wir dort einen Findling mit seinem Namen niedergelegt.



Seit November 2005 hat unsere Ortsgruppe erstmalig mehr als 1000 Mitglieder.

Unsere Aktivitäten begannen jedoch am 14.1.2005 mit einem Dia - Vortrag von Frank Allmer aus Lüneburg über das Biosphärenreservat Elbtalaue hier in diesem Haus. 14 Tage später war unsere letztjährige Jahreshauptversammlung mit der anschließenden Feier aus Anlass unseres 40-jährigen Jubiläums im Saal der Christuskirche. Als Ehrengäste konnten wir dort den NABU- Landesvorsitzenden Hermann Schulz und Bürgermeister Ingo Fokken begrüßen.

Am 6. Februar hatten wir die erste Führung im Jahr mit dem Thema „Wintergäste an der Elbe“ mit Helmut Knust. Am 18.2. 2005 folgte ein Dia-Vortrag von Rüdiger Bolz mit dem Thema Antarktis und die Falklandinseln. Am nächsten Tag führten wir eine Krähenzählung in Geesthacht durch.

Am 27.2.2005 bauten wir unter der Leitung von Harald Schneider den Krötenschutzzaun im Bistal auf. Aktiviert wurde dieser am 18.3. er stand bis zum 15.April. Am Krötenzaun wurden 256 Erdkröten gerettet, 82 wurden leider überfahren. Außerhalb vom Krötenschutzzaun war das Zahlenverhältnis im Bistal umgekehrt.


Am 13. März stand eine Wanderung durch die Winsener Elbmarsch mit Claus Hektor auf dem Programm sowie am 18.3.2005 ein Dia-Vortrag von Michael Borsch mit dem Thema „Faszinierende Welt des Kleinen in unserer Heimat“.

Einen Tag später sammelten wir Müll auf der Schleuseninsel und wieder denke ich an Rudolf, der sich nicht mehr bücken konnte aber die Müllsammler mit Wurstbrötchen und heißen Getränken versorgte.


Im April und im Mai wurden an jedem Mittwochabend unter dem Motto „Was singt denn da?“ Abendspaziergänge zum Kennenlernen der heimischen Vogelwelt angeboten. Seit Jahren werden diese Veranstaltungen von unseren Aktiven Friedhelm, Henry, Helmut, Herbert und Roland durchgeführt.

Am 18. April trafen wir uns zu einem Arbeitseinsatz auf unserer Obstwiese in Hamwarde und am 21. April zu einem solchen auf dem Hachedesand .


Viele fleißige Hände machten es auch Anfang Mai wieder möglich , die 6. Nachtigallennacht mit Friedhelm durchzuführen. Vereinbarungsgemäß sangen die Nachtigallen zur rechten Zeit und am rechten Ort. Im Vorfeld der Bürgermeisterwahl in Geesthacht konnten wir an diesem Abend viel politische Prominenz begrüßen. Die Schirmherrschaft hatte wieder Bürgermeister Ingo Fokken übernommen.

Am 27.Mai 2005 waren die Mitglieder unserer NABU-Gruppe bei der Rindergilde Geesthacht eingeladen. Nach der Führung über das weitläufige Areal durch Uwe Kiesewein wurde gegrillt.


Am 12. Juni führte uns Sven Baumung vom NABU-Bergedorf durch das Naturschutzgebiet Kirchwerder Wiesen.

Ende Juni verabschiedete sich Melina Jeckel zünftig mit einem Lagerfeuer. Sie hat ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr hier in Geesthacht abgeleistet. Ihre Nachfolgerin ist Christine Reusch aus Berlin. Zu ihren Aufgaben gehört die Leitung der NABU-Kindergruppe und die Mitarbeit in der NABU-Gruppe Geesthacht, beim Umweltamt Geesthacht, beim Schülerlabor in der GKSS und beim Förster Krukow in Grünhof. Christine Reusch hat einen ausführlichen Zwischenbericht über ihre Arbeit hier in Geesthacht verfaßt. Nachzulesen im nächsten Rundbrief oder auf unserer Internet Seite www.nabu-geesthacht.de . Im vergangenen Jahr hatten wir dort rund 78 000 Seitenabrufe mit einem Transfer von insgesamt über 1300 Megabyte. Seit Mai 2000 ist eine stetige Steigerung von Zugriffen zu verzeichnen. Dr. Roland Doerffer pflegt und gestaltet unseren Internet – Auftritt.


Mit einer Wanderung am 17. Juli mit Henry Fischer starteten wir in das zweite Halbjahr 2005. Sie führte durch die sommerliche Feldmark direkt von den Toren unserer Stadt. Nicht viel weiter war die Anreise am 27. August zur „Nacht der Fledermäuse“ am Campingplatz Tesperhude. Herbert Bahr konnte den meist jungen Besuchern mehrere Fledermausarten im Schein der mitgebrachten Taschenlampen zeigen. Mit dem Fledermausdetektor können die verschiedenen Fledermausarten akustisch unterschieden werden. Da diese Veranstaltung besonders gut bei Kindern ankommt, führte Herbert auch ganze Schulklassen der Waldschule Grünhof an anderen Abenden zu den Fledermäusen.


Am 18.9.2005 führte uns der Geologe Olaf Holetschek durch einige Kiesgruben der nahen Umgebung. Es folgte am 27.September ein Vortrag über den Elbebiber von Herrn Sander im Oberstadtzentrum. Am 1. Oktober stand unser Vogelbeobachtungstag an der Elbe auf dem Programm. In verschiedenen Schichten wurden von 7.00 Uhr bis 19.00 Uhr alle Vogelarten bestimmt und dokumentiert. Trotz Regenwetter kamen immer wieder interessierte Mitbürger vorbei und konnten in dem geliehenen fahrbaren Unterstand mit uns Ausschau halten. Die Leitung hatte Dr. Friedhelm Ringe.

Am 30. Oktober führte uns schließlich Förster Andrè Guiard durch den herbstlichen Hamwarder Forst.


Unser Infostand kam häufig zum Einsatz, unter anderem bei der Nachtigallennacht, am Apfeltag, auf dem Bauernmarkt in Marschacht, bei der Fledermausnacht in Tesperhude, beim Tag der offenen Tür im Oberstadttreff, auf dem Geesthachter Wochenmarkt und beim Martinsmarkt in Gülzow. Die Infostände werden von Hans Oltmann organisiert und betreut. Die Grabpflege in Hamwarde liegt nun auch schon mehrere Jahre in seinen Händen.

Unsere Interessen im Umweltausschuß der Stadt Geesthacht vertritt Dr. Friedhelm Ringe. Hartmut Haberlandt arbeitet als Mitglied im städtischen Umweltbeirat mit. An den Versammlungen des NABU Landesverbandes nehmen wir teil.


Hartwig Jürgens und Friedhelm Ringe erklärten bei insgesamt drei Fahrten mit dem Salonschiff Aurora als NABU Mitglieder den zahlreichen Gästen die Vogelwelt der Elbe in unserer Heimat.

Viel praktische Naturschutzarbeit leistet Gerd Förster. Er betreut die Uferschwalben in den Kiesgruben der Umgebung, die Mehlschwalben an der Post und bei der Geesthachter Polizei, und die Rauchschwalben im Geesthachter Klärwerk. Ein großes Arbeitspensum leistet Gerd auf dem Hachedesand. Dort ist im Sommer auch unsere kleine Schafherde im Einsatz.


Die aufgehängten Nistkästen werden von Marina Hjelm und Erhardt Krafft kontrolliert und gereinigt. Bei verschiedenen Landwirten in der näheren Umgebung wurden von Marina und Erhardt Schleiereulenkästen in Scheunen angebracht. Diese wurden im letzten Jahr gut angenommen.


Pressearbeit, Protokoll und Briefe schreiben liegt in den Händen von Hartmut Haberlandt. Claus Hektor bearbeitet die Verbandbeteiligungen nach § 58 BNatSchG. Hartwig Jürgens betreut den Schaukasten in der Bergedorfer Straße.

Die Gruppenabende im Oberstadttreff finden an jedem 4. Dienstag im Monat statt.

Die Kasse wird von Helmut Knust geführt, dessen Bericht wir gleich hören.

Ich danke nun allen Aktiven für ihren Einsatz und allen anderen Mitgliedern für ihre finanzielle und ideelle Unterstützung des Naturschutzbund Deutschland Ortsgruppe Geesthacht.


Wolfram Staudte

  1. Vorsitzender der

NABU Ortsgruppe Geesthacht